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| LISA-MARIE 06.04.2007 15:41 |
Wie finde ich meine Grenzen?![]() Hallo, um abzunehmen mache ich viel sport. das heißt nach möglichkeit 2x am tag. entweder 30 min. joggen, 30 min. schwimmen oder 1h fitnessprogramm zum fett verbrennen und muskelaufbau. außerdem spiele ich handball im verein. bei dem ganzen sport habe ich leider das problem, dass ich meine grenzen nicht finden kann. das heißt nicht unterscheiden kann wann ich wirklich nicht mehr kann und wann ich einfach keine lust habe. dann will ich selbstverständlich meinen schweinehund überwinden und mache weiter. heute war ich nach dem laufen nach längerer zeit völlig fertig und habe auch gemerkt, dass es nicht so gut läuft. anstatt aufzuhören bin ich aber weiter gelaufen und war als ich zuhause ankam völlig am ende und wäre sicher, wenn ich noch ein wenig gelaufen wäre irgendwann zusammengebrochen. kennt jemand diese problem und kann mir helfen? Lisa-Marie |
| LILALILA 06.04.2007 16:34 |
AW: Wie finde ich meine Grenzen?![]() Hallo Lisa-Marie, wow, du bist ja sportlich - ich bezweifle, dass es hier viele gibt die die raten können, weil wenn du handball spielst wirst du deine Grenzen schon wesentlich öfeter überschritten haben als die meisten hier! ich kann dir beim Laufen und Schwimmen weiterhelfen. Beim Schwimmen ist es j eher unwahrscheinlich über seine Grenzen zu kommen, weil man da automatisch ganz gut reguliert. Beim Laufen gilt die alte Faustregel: Du solltest dich daneben noch unterhalten können. Wenn du zu Keuchen beginnst, außer Atem kommst, bist du über deiner Grenze. Das "keine Lust mehr haben" kann von der Umstellung von Kohlehydratspeicher auf Fettverbernnung kommen. Das ist der berühmte "Mann mit dem Hammer", der Marathonläufer gern ab km 30 erwischt, und normalsterbliche früher. Weiterlaufen ist da schon eine gute Idee, weil so trainiert man das... Und Gratulation noch mal zu Deinem Sportpensum! Sehr beeindruckend! lila |
| LISA-MARIE 07.04.2007 09:52 |
AW: Wie finde ich meine Grenzen?![]() Hallo Lila, danke für deine Antwort. Ich denke beim Laufen hast du mir auf jeden Fall weitergeholfen!! Viele Grüße Lisa-Marie |
| PRALINCHEN 07.04.2007 17:20 |
AW: Wie finde ich meine Grenzen?![]() hallo lisa-marie du hast doch deine grenze erkannt. was hat dich also dazu bewegt weiter zu machen? der gedanke ans abnehmen? dann pass auf dass du nicht in die anorexia athletica abrutscht. lila muss ich leider widersprechen. "keine lust mehr haben" hat nichts mit der umstellung von kohlenhydrat auf fettverbrennung zu tun. der mann mit dem hammer kommt wenn die kohlenhydratspeicher leer sind. das hat dann nichts mehr mit "keine lust" zu tun. da "geht nix mehr". fett wird immer verbrannt. mit weiterlaufen trainiert man das ganze nicht. weiterlaufen, wenn man eigentlich gar nicht mehr kann ist eigentlich nur dumm. bringt nix. mit training hat das ganze jedenfalls nix zu tun. lg pralinchen |
| LILALILA 07.04.2007 22:02 |
AW: Wie finde ich meine Grenzen?![]() Hallo Pralinchen, ich will hie nicht rechthaberisch sein, aber da ich mich gerade viel damit beschäftige (weil ich mit einem Radrennfahrer und Marathonläufer zusammenarbeite): Die Energie beim Laufen kommt zunächst einmal aus den Glykogenspeichern. Da gibt es welche in den Muskeln und einen kleineren in der Leber. Bei "normaler" Belastung im oberen aeroben Bereich kommt am Anfang eines Laufs nur etwa 15-25% der Energie aus Fett, der Rest aus den Glykogenspeichern. Nach 45 bis 60 Minuten - bei Trainierten länger - sind die weitgehend leer, und es muss auf vorwiegend Fettverbrennung umgestellt werden. Das braucht wesentlich mehr Sauerstoff, und deshalb kann man plötzlich nur mehr langsamer Laufen, hat einen Leistungseinbruch und "keine Lust mehr". (Das ist der "Mann mit dem Hammer", der sich bei Marathonläufer ja eigentlich nicht einstellen sollte, weil die ja wochenlang Fettstoffwechsel trainiert haben sollten). Gegenmittel: Von Anfang an langsamer anfangen, dann wird von Anfang an anteilsmäßig mehr Fett verbrannt und die Glykogenspeicher werden geschont. Lange, langsame Läufe trainieren den Fettstoffwechsel (einmal die Woche ab 75 Minuten, für Halbmarathontrainings 2-3 Stunden). Es ist zwar nicht angenehm, schadet aber auch nicht, nach Leerwerden der Speicher langsamer weiterzulaufen - viele Profiläufer trainieren extra mit möglichst leeren Glykogenspeichern, um diesen Trainingseffekt zu haben. Erst wenn auch die Glykogenspeicher in der Leber leer sind, "geht nix mehr", wie du schreibst: Dann kommt Hypoglykämie nd somit ein Schwächeanfall. Das ist aber was ganz anderes als "keine Lust mehr". Hier zum nachlesen (und an unzähligen anderen stellen, die sich mit ausdauersport beschäftigen): Zitat: "Die muskulären Glykogenreserven sind bei intensiver Dauerbelastung je nach Trainingszustand nach 60 bis 90 Minuten weitgehend erschöpft. Bei Fortsetzung der Ausdauerbelastung ist der Muskelstoffwechsel nun auf eine vermehrte Fettverbrennung angewiesen, wobei diese Energiebereitstellung mehr Sauerstoff benötigt und nur halb so schnell wie bei der oxidativen Glukoseverbrennung erfolgt (niedrigere Energieflussrate, siehe oben). Das hat zur Folge, dass in der Regel eine Verminderung der Belastungsintensität (z.B. der Laufgeschwindigkeit) notwendig ist (Der berüchtigte “Mann mit dem Hammer" z.Bsp bei einem Marathonlauf." nachzulesen zum Beispiel hier: lg lila |
| PRALINCHEN 08.04.2007 10:55 |
AW: Wie finde ich meine Grenzen?![]() liebe lila, fühl dich nicht gleich so angegriffen. schön wenn du dich damit beschäftigst und auch schön, dass du den moosburger zitierst. das problem ist meist nur: viele lesen solche berichte und verstehen gar nicht die zusammenhänge im körper. übrigens: ich laufe 1x/jahr wettkampfmäßig einen marathon. ansonsten hab ich beruflich mit ernährung und sport zu tun. den mann mit dem hammer kenn ich aus eigener erfahrung, nicht aus "erzählungen". lg pralinchen
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| LILALILA 09.04.2007 18:00 |
AW: Wie finde ich meine Grenzen?![]() ok pralinchen, aber jetzt sag - wie sind sie denn, die zusammenhänge im körper, die viele nicht verstehen obwohl sie solche berichte lesen? |
| PRALINCHEN 10.04.2007 18:09 |
AW: Wie finde ich meine Grenzen?![]() hallo lila, die zusammenhänge hier zu erklären geht definitiv nicht. nicht umsonst studieren wir jahre. mit "verstehen" meine ich nicht, dass die leute zu blöd sind, sondern einfach, dass ihnen viel zu viel informationen fehlen. man braucht über ausdauersport erst mal gar nichts zu lernen einfach nur ausführen
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| LILALILA 10.04.2007 19:40 |
AW: Wie finde ich meine Grenzen?![]() ???Pralinchen, also erst sagst du das ist falsch, und dann willst du nicht erklären warum??? Und dann kommst du noch mit Insulinmärchen die mir diesem Thread überhaupt nichts zu tun haben??? Und danke für den Tipp, aber wie du ja am Thread selbst erkennen kannst, betreiben alle Beteiligten Ausdauersport. Sich dabei besser auszukennen halte ich persönlich für keinen Fehler. Also, noch ein Versuch... erklärt doch bitte (du schaffst das sicher in einfachen Worten) wie das nun ist mit den Glykogenspeichern. Weiterlaufen (im Training) oder nicht? Oder es gar nicht so weit kommen lassen und nur im Fettstoffwechselbereich und schnelle Strecken nur kurz trainieren? Es interessiert mich wirklich. lg lila |
| PRALINCHEN 11.04.2007 08:53 |
AW: Wie finde ich meine Grenzen?![]() als allererstes solltest du dir überlegen was du erreichen willst. fitter werden, abnehmen oder auf einen marathon oder triathlon trainieren. was ist dein fitnessstand? wie oft trainierst du? machst du einen ausgleichssport? usw... über die glykogenspeicher mußt du dir erst gedanken machen, wenn du vor hast einen marathon zu laufen oder an einem triathlon (aber kein volkstriathlon) teilnehmen willst. ein untrainierter oder anfänger kommt gar nicht in die verlegenheit, dass die glykogenspeicher aufgebraucht werden. im training gilt: sobald du merkst es geht nicht mehr, du ins japsen kommst, oder andere zipperlein hast: einen gang runter schalten bzw. notfalls ganz aufhören. also köperliche beschwerden. dieses "keine lust mehr haben" ist ein mentales problem. lg pralinchen
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